Olga Odenbach (Chief Executive Officer)

Hello, my friend!

 

Noch sind wir natürlich keine Freunde, aber ich kann mir gut vorstellen, dass sich das bald ändert. Ich lege großen Wert auf persönliche und freundschaftliche Beziehungen - auch, und gerade dann, wenn es ums Geschäft geht.

 

Für mich gehört es zum guten Ton, einen Kunden auch einmal zum Essen zu mir nach Hause einzuladen, erst recht, wenn er selbst den Wunsch geäußert hat. So lässt sich in entspannter Atmosphäre der ein oder andere geniale Plan aushecken. 

 

Ein lockerer, aber höflicher Umgang wird in der Affiliate-Branche vorausgesetzt. (Small-Talk ist ein Muss - Charme bringt Extrapunkte.) Das ist einer der zahlreichen Gründe, warum ich hier so gut rein passe. Allerdings bin ich sicherlich kein Fan von oberflächlicher Kommunikation!

 

Sowohl in privaten als auch in beruflichen Diskussionen bin ich ein geschätzter und/oder gefürchteter Gegenspieler. Frag mal meine Freunde! Oder frag "Irgendwen"!

Für mich existiert kein Nein. Ich höre das nicht gerne und nicht oft. Aber wenn dieses böse Wort einmal in meine Richtung fällt, übersetzt es mein Gehirn mit  "erst mal nicht" oder "nicht so".  

 

Meine Antwort lautet dann: "Wie - Nein? Dann lass es uns doch folgendermaßen machen..." Irgendwann lenkt der Partner ein. Meine schlagkräftigen Argumente setzen den Gegner außer Gefecht. Zugzwang!

 

Als ich 2012 in die Affiliate-Branche reingerutscht bin, hat sie mich nicht mehr losgelassen. Zuvor hatte ich meinen Magister in Germanistik und Soziolgie an der Friedrich Alexander Universität in Erlangen gemacht. Wie du vielleicht schon rausgelesen hast, bin ich sprachlich veranlagt.

Was du noch nicht wissen kannst: mathematisch auch. 

 

Ich liebe Zahlen! Weil Gleichungen immer aufgehen. Zahlen liefern ein eindeutiges Ergebnis oder zumindest ein signifikant begründetes Intervall mit vorher abschätzbaren möglichen Abweichungen. Was für mich am Ende zählt, ist die positive Bilanz. Dann bin ich glücklich.

 

Man sagt mir nach, ich hätte ein Elefantengedächtnis. Das kann ich guten Gewissens unterschreiben, solange es um Fakten oder Gesichter geht. Leider kann ich das nicht von meinem Namensgedächtnis behaupten. Ich habe mal einen ganzen Abend lang einen Bekannten aus der Branche mit falschem Namen angeredet. Er hat sogar darauf gehört! Erst als jemand fragte, warum ich den so nenne, wurde mir mein Fehler bewusst. Aber mein neuer Freund sagte, ich dürfe ihn nennen wie ich will. 

 

Auf Networkingveranstaltungen kann ich mich wiederum sehr gut auf meine Synapsen verlassen: Das Abrufen relevanter Informationen und KPIs mache ich mit links. Rechts halte ich ja dann meine Weinschorle! 

 

Über die Jahre habe ich im Affiliate Marketing viele Newbies ausgebildet. Dabei hat mir mein perfektes Augenmaß gute Dienste geleistet. Jede Unregelmäßigkeit fällt auf. Mein Mann wünscht sich manchmal es wäre nicht so - meine Lehrlinge auch!  Denn ich lasse die Leute nicht aus ihrer Verantwortung und bin empört, wenn jemand versucht, die eigenen Lücken zu kaschieren, wo ich doch da bin um eben jene zu schließen.

 

Meine Mutterschaft hat meine Prioritäten im Leben stark beeinflusst, sodass ich jetzt vermehrt auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf setze. Bis zu einem gewissen Grad, jedenfalls. Ich musste eher lernen, das eine vom anderen zu trennen. In der Affiliate-Branche ist das oft leichter gesagt als getan.  So verbreitete sich die Nachricht um meine Schwangerschaft wie ein Lauffeuer. Statt einer Begrüßung hörte ich plötzlich Sätze wie "Weißt du schon, was es wird? Ich habe geträumt, du bekommst einen Jungen!" (right!) oder "Stell dich mal her, ist dein Bauch schon so dick wie meiner?" (von einem Mann, und: Ja! Das war er!)

 

Meine eigene Firma bietet mir nicht nur die Möglichkeit meine Zeit frei einzuteilen, sondern erlaubt mir, meinen eigenen hohen Ansprüchen gerecht zu werden. Für mich ist es nur natürlich, dass man immer 100% gibt, entsprechend  finde ich "selbst & ständig" super! Alles eine Frage der Organisation. Echte Powerfrauen wissen das zu managen!